Datenauswertung

Zur Auswertung der Interviews wurden die Audiodateien transkribiert. Die Interviewauswertung erfolgt entlang folgender qualitativer Methoden:

  1. der Inhaltlich-strukturierenden Erfassung von Themen nach Mayring (2010) und
  2. der evaluativen Beschreibung der Ausprägungen eines bestimmten Merkmals nach Kuckartz (2012).

Die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse werden systematisiert innerhalb thematischer Einheiten vorgestellt, in denen die Inhalte der jeweils thematisch passenden Kategorien dargestellt werden.

Zur Bestimmung der Güte der Ergebnisse erfolgte die Berechnung der Intracoderreliabilität

Die Transkriptionen der Interviews wurden mittels der strukturierenden Inhaltsanalyse ausgewertet. Strukturierungen nehmen Querauswertungen im Textmaterial vor und greifen bestimmte Aspekte heraus, indem Kategorien gebildet und das Material auf diese Weise systematisiert wird. Kategorien sind „Werkzeuge zur Phänomenklassifizierung mit der Möglichkeit der Bildung von Unterklassen“ (Kuckartz, 2010a, S. 62) und werden innerhalb des Codierprozesses zu einem Kategoriensystem mit unterschiedlich starker Differenzierung und von unterschiedlicher Komplexität verdichtet (Bortz & Döring, 2006). Innerhalb der Inhaltsanalyse des Textmaterials aus den Interviews wird durch die Bildung von Kategorien Komplexität reduziert und Textstellen hinsichtlich theoretisch interessierender Merkmale klassifiziert.

Für die Auswertung der Interviews wurde eine Mischform deduktiver und induktiver Kategorienbildung durchgeführt. Induktiv gebildete Kategorien werden aus dem Material abgeleitet, während deduktiv gebildete Kategorien aus den Theorien heraus bestimmt und auf das Material angewendet werden (Kuckartz, 2012).