Datenerhebung

Um die Forschungsfragen adäquat zu untersuchen, wird sich innerhalb des Projektes eines breiten Instrumentariums bedient. Der wissenschaftliche Rahmen orientiert sich an einer Foresight-Studie, bestehend aus u.a. Brainstorming, Expert*innen-Gesprächen, etc., welches eine systematische Vorausschau gewählter Bereiche gesellschaftlichen Wandels durch wissenschaftliche Entwicklungsprognosen geben kann.

Die aus der Literatur identifizierten Themengebiete werden durch Interviews mit Expert*innen ihres Faches ergänzt und validiert. Unterstützende Videostatements und /oder Dokumentationsstatements wurden im Rahmen der Evaluierung festgehalten. Nach mehreren Zusammenfassungssrunden wurden die Ergebnisse in Form eines offenen Gruppendelphi-Verfahrens reflektiert und diskutiert und wieder den Expert*innen zurückgespiegelt. Das Gruppendelphi-Verfahren wurde explorativ zur Identifikation wesentlicher Inhalte gestaltet (Niederberger & Renn, 2018, S.64). Dazu wurden mehrere Runden vorbereitet. So konnten sich bspw. die am Mobile Learning Day 2017 140 Teilnehmenden, thematisch über verschiedene Pinnwände offline beteiligen. Eine online Beteiligung, umgesetzt via Padlet, wurde wenige Tage später für ein offenes Publikum ermöglicht.

Durchführung der Expert*innen-Interviews

Die Expert*innen-Interviews wurden in verschiedenen Phasen des Projektes eingesetzt:

1. Phase (11.-13. Juli 2017): 9 Interviews in der Explorationsphase (Pre Test)

Zum Zeitpunkt des an der FernUniversität in Hagen stattgefundenen Netzwerktreffens “The Digitalization of the University of the Future” wurden 9 Personen interviewt, die im internationalen Hochschulbereich, wie u.a. dualen Studiengängen, Open University, FernUniversität, Institute mit wissenschaftlicher Ausrichtung etc. tätig sind und sich mit zukünftigen Lernen und dessen Organisationsrahmen auseinandersetzten. Das Netzwerk nennt sich selbst “University of the Future Network (UFN)

Neben der Literaturrecherche, dienten diese Interviews in der Explorationsphase dazu, die notwendigen und wichtigen Themenfelder zu identifizieren. Die Expert*innen-Interviews wurden als “Kristallisationspunkte” praktischen Insiderwissens betrachtet und stellvertretend für eine Vielzahl zu befragender Akteure interviewt. (Bogner, Littig & Menz, 2009, S. 8)

2Phase (Dezember 2017): 5 Experten und Expertinnen, Schwerpunkt USA
3. Phase (Juli 2017 – März 2018): 9 Expertinnen und Experten, Schwerpunkt D-A-CH

Der Interviewprozess umfasste insgesamt 28 Gespräche. Unter den Befragten waren 19 Männer und 9 Frauen.

Für die Expert*innen-Interviews wurde ein semistrukturierter Interviewleitfaden entwickelt (Diekmann 2009, S. 37f.). Dieser wurde den Expert*innen zur Vorbereitung im Vorfeld der Interviews zugesandt.

Die Auswahl der Expert*innen stützte sich auf folgende Leitfragen:

  • Kann das spezifische Wissen im Interview dazu beitragen, Aussagen über den strukturellen und inhaltlichen Ist-Zustand, sowie Entwicklungsmöglichkeiten zum Einfluss der Digitalisierung auf: Lehre (a), interne Hochschulverwaltung (b), Hochschulpolitik/strategie (c), Organisationsentwicklung (d) zu erhalten?
  • Welche kritischen Stimmen innerhalb und außerhalb der Hochschule können neue Perspektiven in die Interview mit einbringen?
  • Des Weiteren wurden Expert*innen aus der Wirtschaft befragt, die entweder Kooperationen mit Hochschulen aufrecht erhalten oder am Rande ihrer Tätigkeit mit Hochschulen zusammenarbeiten.